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Der Fahrdienstleiter des Bahnhofes von Ober Grafendorf erteilt dem Regionalzug nach Wieselburg a. d. Erlauf am 18. Juli 1987 die Ausfahrt. Kurz hinter der Bahnhofsausfahrt steigt die Strecke in mehreren Bögen bis auf das Niveau einer kleinen Hügel Kuppe an. Steigungen wie auf der Mariazellerbahn, sucht man aber auf der “Krumpe” vergebens. Die Bahn verläuft durch eine landwirtschaftlich genutze Region im Bereich des Mostviertels. Die größte Steigung der Bahn liegt im nicht mehr befahrenen Streckenabschnitt zwischen Grabenegg- Rainberg und Reisenhof- Lehen mit bis zu 26 Promille (!!). |
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Kurz hinter Ober Grafendorf wird dann deutlich, weshalb die Strecke den Namen “Krumpe” (was im hiesigen Volksmund soviel wie krumm bedeutet) trägt. Am 03. August 1990 ist die 2095.06 mit einem komplett braunen Zug nach Wieselburg a. d. Erlauf unterwegs. Im Hintergrund erkennt man noch die Ober Grafendorfer Dorfkirche. In Höhe der Holzstapel (oberhalb der Lokomotive erkennbar) verläuft das Gleis der Mariazellerbahn in Richtung Mariazell. |
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Bis zuletzt verkehrten auf der “Krumpe” die 1995 in Dienst gestellten Triebwagen der Reihe 5090. Die dritte Serie dieser kostengünstigen Triebwagen sind ideal für derartige Schmalspurbahnen. Leider konnte man auch mit diesen Triebwagen eine Stillegung nicht verhindern. An einem heißen Sommertag des 11. August 1997 hat der 5090.013 soeben Ober Grafendorf verlassen. |
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Zugkreuzungen gab es aufgrund des ausgedünnten Fahrplans in den letzten Jahren keine mehr. Am 11. August 1997 war die kleine “Eisenbahn- Welt” in Kilb noch in Ordnung als die beiden Triebwagen 5090.014 & 015 dort aufeinander trafen. |
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Im Rahmen einer Sonderfahrt gelangte die 2091.03 des Club 760 (Freunde der Murtalbahn) auf die “Krumpe” (31. Juli 1999). Die Reise führte bis nach Wieselburg a. d. Erlauf. Die gut organisierte Fahrt bescherte den Fahrgästen, wie auch den Begleitern im Auto einige schöne Motive. Die 2091.03 kam im Zuge dieser Fahrten auch auf der Pinzgaubahn und auf der Ybbstalbahn zum Einsatz. Es wäre wünschenswert, wenn derartige Touren auf versch. Schmalspurbahnen in Österreich mal wieder ins Angebot genommen würden. |
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Am 18. Juli 1987 hat die 2095.013 den Bahnhof von Ruprechtshofen verlassen und “dieselt” an dem längst aufgelassenen Heizhaus vorüber. Im Hintergrund steht noch der Gegenzug nach Ober Grafendorf im dortigen Bahnhof. Derartige Bilder sind heute leider Geschichte. |
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Zwischen Grabenegg- Rainberg und Reisenhof- Lehen muss der Zug die größte Steigung der Bahn mit bis zu 26 Promille (!!) überwinden. Die 2091.03 hatte am 31. Juli 1999 bei ca. 30 Grad einige Probleme mit dem Kühlwasser und der Traktion in diesem Rampenabschnitt, so dass der Zug etliche Minuten Verspätung einfährt. Die Fotografen nutzen diese Gelegenheit für einige zusätzliche Bilder. |
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Am Abend des 31. Juli 1999 ist die 2091.03 in Wieselburg an der Erlauf angekommen. Dort wurde die 210 PS “starke” Lok nochmals vor dem dortigen Heizhaus fotogerecht aufgestellt. Dieses Gleis wurde zu dieser Zeit schon lange nicht mehr genutzt. Inzwischen sind alle Gleisanlagen der Schmalspurbahn entfernt worden. |
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Von Wieselburg an der Erlauf nach Gresten Die nachfolgenden Bilder sind heute nicht mehr möglich, da die Bahnlinie 1998 (wie zuvor bereits erwähnt) auf Normalspur Traktion umgebaut wurde. |
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Mit gleich zwei Güterzügen wurde die Bahnlinie im Blockabstand am 11. August 1997 bedient, wobei die Teleskop- Haubenwagen für das Welser Profilwerk in Gresten bestimmt sind. Holzfracht zur Fa. Mosser in Randegg gab es an diesem Tag erst mit der dritten Fuhre am Nachmittag. Die normalspurigen Güterwagen laufen auch hier auf schmalspurige Rollwagen. In Wieselburg waren daher umfangreiche Verschubarbeiten zum Auf- und Abrollen der Wagen erforderlich. Hier wurden die Güterwagen an die Normalspurlinie nach Pöchlarn übergeben. |
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Am Vormittag des 03. August 1990 kreuzen im Bahnhof von Steinakirchen am Forst die 2095.004 & die 2095.011 mit ihren Güterzügen. Zu dieser Zeit war der Personenverkehr aufgrund der hohen Frachtbeförderung bereits eingestellt. Wie man auf dem Bild erkennen kann, befördert die 2095.04 einige Holzwagen vom Sägewerk der Fa. Mosser in Randegg bis Wieselburg. Dort werden die Normalspur Wagen von den schmalspurigen Rollwagen abgerollt und danach geschieht der Transport auf der Normalspurbahn bis Pöchlarn. Von dort erfolgt der Weitertransport auf der Westbahn (Wien- Salzburg) an den jeweiligen Bestimmungsort. Die 2095.011 ist in Richtung Gresten zum Welser Profilwerk unterwegs. Hier werden zumeist schwere Stahl- Rollen (sogenannte Coils) transportiert. Aus diesem Grund wurde der Güterzug mit der 2095er nach Gresten in der Regel in zwei Teilen gefahren. Die 600 PS starken Dieselloks waren oftmals an deren Leistungsgrenze angelangt. Dieses Problem hat man mit der Umspurung der Bahntrasse nun behoben. |
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Das schönste Fotomotiv auf der Grestener Strecke bietet die Ruine Perwarth, nahe der gleichnamigen Ortschaft. Die 2095.013 ist am Morgen des 11. August 1997 mit einem Teleskop- Haubenwagen Zug zum Welser Profil Werk in Gresten im Einsatz. Zu dieser Zeit waren die Pläne zur Umspurung der Bahn in vollem Gange, davon zeugen die kleinen roten Markierungspfäle aus Holz, die entlang der gesamten Bahnstrecke die künftige Breite der Trasse kenntlich machen sollte. Den letzten letzten schmalspurigen Güterzug beförderte die Dampflokomotive der Reihe Mh 6 (ÖBB 399.06) am 03. April 1998 von Gresten bis Wieselburg a. d. Erlauf. Damit war dann das Ende der Schmalspur Traktion auf dieser Bahnstrecke für immer besiegelt. Als Erinnerung bleiben heute diese Bilder. Bleibt zu hoffen, dass man mit der Umspurung der Bahntrasse die Arbeitsplätze in dieser relativ Strukturschwachen Region sichern und ggf. sogar ausbauen kann. |
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Am 03. August 1990 ist die 2095.011 soeben im Endbahnhof Gresten eingefahren und setzt gerade an das andere Zugende um. Die Holzwagen stammen aus dem Anschlussgleis der Fa. Mosser in Randegg und wurden bereits auf der Fahrt nach Gresten mitgenommen, um sich das nochmalige umständliche Umsetzen in Randegg zu ersparen. Im Hintergrund die Ortskirche der Gemeinde Gresten. |
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Am 20. Juli 1985 wurde die “Krumpe” noch im Personenverkehr betrieben. Im Endbahnhof Gresten konnte Gustav Stehno die beiden 2095er (.015 & .013) kurz vor der Rückfahrt nach Wieselburg a. d. Erlauf sehr schön in Szene setzen. |
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Nach rund 62,4 Kilometer (von Ober Grafendorf gerechnet) oder 24,8 Kilometer von Wieselburg an der Erlauf, erreicht die 2095.06 mit einem Güterzug den Endbahnhof Gresten. Die Güterwagen sind wieder für das Welser Profil Werk bestimmt. Da die Bahnlinie erst 1927 fertiggestellt werden konnte, heben sich die schönen Bahnhofsgebäude entlang der Bahnstrecke deutlich von dem doch zumeist einheitlichen Baustil der Schmalspurbahnhöfe in Österreich ab. Im Zuge der Umspurung auf Normalspur Traktion ist das Heizhaus in Gresten jetzt ohne eine Gleisanbindung. Ursprünglichen Planungen zufolge sollte die Grestener Linie von hier aus mit der Ybbstalbahn im Bahnhof Ybbsitz anschließen. Fehlende Gelder, aber auch der 2. Weltkrieg beendeten dann endgültig diese kühnen Pläne. Mit dieser Anbindung in das nahe Ybbstal und mit einer Bahnverbindung von Mariazell über den Seeberg Sattel nach Kapfenberg hätte man ein ähnlich langes Netz einer zusammenhängenden 760 mm Schmalspurstrecke gehabt, wie es einst in Bosnien- Herzegowina existierte. |
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